Voraussetzungen für die private Krankenversicherung |
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| Durch die Gesundheitsreform 2011 ist in Deutschland der Wechsel in die private Krankenversicherung etwas leichter möglich als zuvor. Sie ist aber immer noch einigen Berufsgruppen vorbehalten. Neben Beamten und Ärzten gehören mittlerweile auch Studenten zu den Berufsgruppen, die grundsätzlich für eine private Krankenversicherung in Frage kommen. Selbstständige und Künstler können sich grundsätzlich auch privat versichern, ohne daß sie über ein gewisses Mindesteinkommen verfügen müssen. Bei anderen Berufsgruppen ist dies anders geregelt. Seit der ersten Reform in Jahr 2007 gelten für Angestellte ganz besondere Regelungen. Hier muß ein Mindesteinkommen vorhanden sein, um in die private Krankenversicherung zu wechseln. Dieses Mindesteinkommen berechnet sich aber nicht nur aus dem jährlichen Grundeinkommen, sondern bezieht auch Sonderzahlungen, die zusätzlich zum normalen Lohn ausgezahlt werden, mit ein. Beispielsweise wird das Weihnachtsgeld und das Urlaubsgeld mit in die Berechnung des Mindesteinkommens eingerechnet. Das Mindesteinkommen für Angestellte, um in die private Krankenversicherung zu wechseln, lag im Jahr 2010 bei 49.950 Euro. Das heißt, daß einschließlich aller Sonderzahlungen das Mindesteinkommen für den Wechsel monatlich bei zirka 4160 Euro liegen muß | Allerdings ist es wichtig zu wissen, daß das Mindesteinkommen von 49.950 Euro in drei aufeinanderfolgenden Jahren übertroffen worden sein muß. Ist das nicht der Fall, so ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung nicht möglich. Die Reform im Jahr 2011 bringt grundsätzlich eine weitere Vereinfachung des Wechsels in die private Krankenversicherung. Das jährliche Mindesteinkommen wird auf 46.500 Euro gesenkt. Es gelten dieselben Berechnungsvorschriften wie bei der Berechnung des Mindesteinkommens in der Reform 2007. Das heißt, es können dieselben vermögenswirksamen Leistungen, wie ein zusätzliches Gehalt oder Weihnachtsgeld, geltend gemacht werden. Auch muß das jährliche Mindesteinkommen nicht mehr in drei aufeinanderfolgenden Jahren erreicht werden. Es reicht ein Jahr. Generell sollte man sich sehr gut informieren, ob sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung überhaupt lohnt. So kann insbesondere für Familien die Lösung einer gesetzlichen Versicherung wesentlich günstiger sein. Bis zu einem gewißen Alter werden innerhalb der Familienversicherung die Kinder gratis bei den Eltern mitversichert. Hier gilt es sehr genau die Angebote der privaten Krankenversicherung zu überprüfen. |
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